Bundestagsabgeordneter stellte sich Schülerfragen
Sonntag, 15.August 2010, 18:55 UhrAnlässlich der Übergabe einer Spende zur Durchführung des Projekts “Geschichte und Gegenwart” (dazu Artikel lesen …) weilte der Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Arnstädter Kreistag Jens Petermann der Franktion “DIE LINKE” am Freitag in unserer Schule. Er war besonders gern der Bitte des Gymnasiums nachgekommen, die Durchführung eines Geschichtsprojektes in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Ausschwitz finanziell zu unterstützen. Über den Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V. beantragte er die Unterstützung und konnte den Zuwendungsscheck über 400€ an die Direktorin unserer Schule, Frau Löber, persönlich übergeben.
Die Schüler des Geschichtskurses aus der 12.Klasse, die an diesem Projekt aktiv teilnehmen werden, nutzten im Anschluss an die Übergabe auch sofort die Möglichkeit einer Gesprächsrunde mit ihm als Mitglied des Bundestages. So interessierten sie sich zum Beispiel konkret zu den Aktivitäten in der AG Gorleben, die Möglichkeiten der Nutzung von alternativen Energien und dem damit verbundenen möglichen Ausstieg aus der Atomenergie. Interessante Fragen gab es auch zu den unterschiedlichen Schulsystemen innerhalb der Bundesrepublik, und gemeinsam kam man zu der Erkenntnis, dass das deutsche Schulsystem solch einen Stellenwert einnehmen sollte, dass es in die Verantwortung des Bundes gehört, wenn man den Worten: ‘Die Zukunft unseres Landes liegt in unseren Kindern, liegt in unserer Jugend.’ Taten folgen lassen will. Herr Petermann bemerkte dabei, dass aber auch die Schüler selbst und die Lehrer sich mit ihren Forderungen und ihren Erfahrungen in die politische Diskussion einbringen sollten. Weiter Diskussionspunkte ergaben sich u.a. bei den Themen Verteilungsgerechtigkeit, Rente mit 67, Krankenkassen mit ihren Zuschlägen, Sportvereine und gesunde Ernährung.
Dann gab es die Frage, die -wie Herr Petermann bemerkte- in vielen Gesprächsrunden auftaucht: Warum sitzen so wenig Abgeordnete im Plenarsaal? Er erzählte von seinem Arbeitsumfang, der Arbeit in den Ausschüssen und Arbeitskreisen und im Wahlkreis. Dies immer alles unter einen Hut zu bringen sei oft nicht ganz einfach.
Als die Turmuhr, die genau neben der Schule steht, 11:00Uhr schlug, waren alle erstaunt, dass aus den geplanten 30 dann 60 Minuten geworden waren! Als letztes wurde dann festgelegt, sich nach dem Projekt noch einmal zu treffen, damit die Schüler über die Ergebnisse berichten können.








