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Ziele und Inhalte des Projekts “Notebook-Klasse”

Ziele/InhalteOrganisation/AblaufVersammlungenElterninfoFAQ

Bisher erhalten alle Schüler unserer Schule im Rahmen des Medienkundeunterrichts der Klassenstufen 5 bis 7 grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Medien. Zusätzlich bieten wir ab Klasse 8 für interessierte Schüler das Wahlfach Informatik an. Darüber hinaus nutzen alle Fachbereiche unsere 2 Computerräume und die in den Fachräumen befindliche Computertechnik. Die geplante Einführung von Notebook-Klassen stellt in diesem Zusammenhang einen konsequenten Schritt zur stärkeren individuellen Nutzung moderner Medien dar, denn in unserer Informationsgesellschaft zählen Informations- und Medienkompetenz zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen. Traditionelle Formen und Methoden des Unterrichts, wie z.B. das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten, Vorlesungen, Referate oder Gruppenarbeiten genügen allein nicht mehr, um den Herausforderungen des Berufslebens und der Informationsgesellschaft gerecht zu werden.
In Notebook-Klassen, die an einigen anderen Schulen bereits existieren, haben sich folgende Aspekte als Vorteile für die oben angeführte Thematik herausgestellt:

  • Der Einsatz von Notebooks fördert eine konstruktive Wissensorganisation.
  • Projektmöglichkeiten können vielfältiger organisiert werde.
  • Verlagerung von Aufgaben ist “ortsunabhängig”, d.h. z.B. nach zu Hause, möglich.
  • Höhere Individualität und Identifikation der Schüler mit dem Lernstoff verstärkt sich.
  • Schüler entwickeln sich zu Experten in bestimmten Bereichen.
  • Schüler sind motivierter, mit Notebooks zu arbeiten.
  • Durch den persönlichen Besitz und die Übernahme von Verantwortung für das Notebook entwickeln die Schüler eine hohe Eigenständigkeit.
  • Alle Fächer können vom Einsatz der Gerate profitieren.
  • Notebooks unterstützen traditionelle Lernformen auf sinnvolle Weise.
  • Der Umgang mit mobiler Technik bietet vielfältige Möglichkeiten zur Differenzierung.

Unser langfristiges Ziel ist es, mit Hilfe des Arbeitsmittels “Notebook” Lernszenarien umzusetzen, die unseren Schülern neben den Fachinhalten verstärkt informationstechnische Schlüsselkompetenzen vermitteln. Dabei ist es besonders wichtig, dass das Notebook nur dort eingesetzt werden soll, wo es sinnvoll den Unterricht bereichert und ein eindeutiger Mehrwert für Schüler und Lehrer entsteht.

Was haben wir als Notebook-Klassen speziell geplant?

  • Jeder teilnehmende Schüler ist Besitzer eines eigenen, stets verfügbares Notebooks.
  • Während der Schulzeit haben Schüler Zugriff auf das Schulnetzwerk und das Internet.
  • Im Unterricht wir der Computer als normales Arbeitsmittel genutzt. Der Einsatz neuer Medien wird fachbezogen erlernt und soll somit alltäglich werden. Der Anteil der Computernutzung ist dabei abhängig von Fach und Thema.
  • Bei der Auswahl der Software wird aus Kosten- und Rechtsgründen soweit möglich auf lizenzfreie Software orientiert.
  • Die Kosten für das Notebook einschließlich Versicherung sind von den Eltern zu tragen.
  • Alle Schüler haben das gleiche Notebook. Über die Auswahl des Gerätes entscheiden Eltern und Lehrer gemeinsam.

Die technische Infrastruktur unserer Schule ermöglicht schon jetzt prinzipiell den Einsatz von Computern in allen Räumen, da jeder Raum über einen Netzwerkanschluss einschließlich Internetzugang verfügt. Das gesamte Schulnetzwerk ist durch eine Hardware-Firewall (IPCop) abgesichert, die gleichzeitig als Inhaltsfilter bzgl. des Jugendschutzes funktioniert. Im Frühjahr 2010 wird zusätzlich ein Funknetzwerk (WLAN) installiert und eingebunden.
Die Unterrichtsräume, die für Notebook-Klassen vorgesehen sind, werden zurzeit alle mit Digitalprojektoren (Beamern) ausgestattet. Zusätzlich wird es an zentralen Stellen transportable Drucker- und Scannerstationen geben, die bei Bedarf genutzt werden können. Für jeden am Projekt teilnehmenden Schüler wird ein Schließfach zur Verfügung stehen.
Für die Notebooks planen wir -modellabhängig- als Möglichkeit ein, die Festplatte in 2 separate Bereiche zu unterteilen (2 Partitionen). Der Schulbereich wird in der Schule genutzt. Gesichert durch Benutzernamen und Passwort können die Schüler so das Netzwerk nutzen. Dieser Bereich wir von uns mit benötigter Software vorinstalliert und gegen Manipulation und Viren geschützt. Im Schulbetrieb läuft auch eine pädagogische Oberfläche, über die durch den unterrichtenden Lehrer administrativ auf die Schülernotebooks zugegriffen werden kann, um z.B. temporär das Internet zu sperren, USB zu deaktivieren, Daten zu verteilen u.a.m. Dieses Konzept funktioniert bereits jetzt mit den stationären PCs im den Computerräumen. Die Privatpartition kann zu Hause individuell genutzt werden und unterliegt unsererseits keinen Einschränkungen; damit soll speziell die private Finanzierung der Geräte honoriert werden.

Die Finanzierung der Notebooks einschließlich einer Versicherung muss durch die Eltern erfolgen. Abhängig von dem noch festzulegenden Notebookmodell und dessen Ausstattung ist mit Kosten von etwa 15€ bis 30€ pro Monat bei einer Laufzeit von 3 Jahren zu rechnen. Für diesen Zeitraum müssen somit auch Versicherung, Wartung und Service ausgelegt sein. Als Alternative zu einer möglichen Absicherung über die private Hausratversicherung käme auch eine Gruppenversicherung für alle Notebooks in Betracht. Als Varianten für Wartung und Service wären z.B. entweder eine schnelle Vor-Ort-Reparatur oder aber 2-3 Reservegeräte in der Schule für den Fall einer Notebook-Reparatur denkbar.

Geplant ist der Beginn des Projekts ab Schuljahr 2010/2011 in Klassenstufe 7 und/oder 8 für eine Zeitspanne von 3 Jahren. Für diesen Zeitraum müssen somit auch Wartung und Service sowie Versicherung und Finanzierung ausgelegt sein.

Diese Informationen sollen es Ihnen ermöglichen, sich zu entscheiden, ob Sie eine Teilnahme Ihres Kindes ab kommendem Schuljahr am Notebook-Klassenprojekt vorsehen oder nicht. Teilen Sie uns dieses bitte schriftlich -auch im Falle einer Ablehnung- auf dem dem Elternbrief beiliegenden Formblatt mit. Geben Sie die Rückmeldung bitte im verschlossenen Briefumschlag nach den Weihnachtsferien Ihrem Kind für den Klassenleiter mit.

Abhängig von der Anzahl der positiven Rückmeldungen könne wir danach im Januar mit einer ersten Planung beginnen. Es wird sich dann auch entscheiden, welche Klassenstufe favorisiert wird, wie viele Klassen zu planen sind und der evtl. notwendige Umfang einer Neuaufteilung von Klassen. Das Ergebnis werden wir hier auf der Homepage publizieren und einen Termin für eine Versammlung für alle interessierten Eltern im Februar festlegen. Erst mit diesem Termin benötigen wir dann eine verbindliche Zusage zur Teilnahme Ihres Kindes.


pc_zivilisation_kultur

Was Kinder von digitalen Medien lernen hängt davon ab, wie man es ihnen beibringt!


Am Lindenberggymnasium in Ilmenau, das auch eine ausgewiesene Medienschule ist, wurden bereits zum Schuljahr 2009/2010 echte Notebook-Klassen als Pilotprojekt eingeführt. Eine Zusammenarbeit, um von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung des Projekts zu profitieren, wurde uns von Seiten der Ilmenauer Schule ausdrücklich angeboten.

 

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Stand: Montag, 22.Februar 2010, 20:49 Uhr

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