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Bienvenue à Paris!

Das dachten wir uns, die Französisch-Kurse der Klassenstufen 9,10 und 11 sowie unsere Lehrer Frau Knauf, Frau Neid und Herr Dölle, als wir nach einer entspannten Nachtfahrt nach Frankreich, am Morgen die Stadt der Liebe betraten und schon nach kurzer Zeit die ersten, weltbekannten Bauwerke der romantischen Stadt erblickten. Schnell leuchteten im Sonnenlicht die weißen Mauern der “Basilique du Sacré-Cœur” aus der Ferne und es dauerte nur kurze Zeit, bis wir den Eiffelturm aus einem Wald von hunderten Dächern hervortreten sahen.
Doch zuerst wartete auf uns eine Aufgabe, ehe wir uns ganz dem Sightseeing hingeben konnten. Nachdem (fast direkt vor dem Eiffelturm) geparkt wurde, ging es zu Fuß durch die Stadt und erste Impressionen wurden gesammelt, bis das “Musée d’Orsay” erreicht war. Dort angekommen, erhielten wir einige Aufgaben zu einer Schnitzeljagd, denn im Museum werden viele verschiedene Kunstwerke auf mehreren Etagen ausgestellt. Nachdem die Suche nach einzelnen Kunstwerken begonnen hatte, verlief man sich nahezu in Zeichnungen, Ölmalereien, Skulpturen und anderen Werken, die man schon kannte oder noch kennenlernen wird, wie van Goghs “Sonnenblumen” oder Claude Monets “Impression soleil levant”, welches dem Impressionismus letztendlich seinen Namen verlieh.
Nachdem von vielen von uns alles gefunden wurde, ging es zum Ausruhen erst einmal ins Hotel. Nach einiger Zeit zum Einfinden und Ausruhen in den Zimmern, ging es per Metro zur “Station Tour Eiffel”, direkt an das Ufer der Seine auf ein Boot, denn der letzte Programmpunkt für den ersten Tag der Reise, war eine Bootsrundfahrt auf Lebensader von Paris. Nachdem man dort seine Eindrücke weitreichend vertiefen konnte und einige interessante, wie auch skurrile Informationen erhielt, wie zum Beispiel die Sicht auf das kleinste Haus von Paris, das nur aus einer Tür und einem Fenster besteht und zwischen den anderen Häusern nahezu verschwand, ging es mit anschließend freiem Aufenthalt direkt an den Eiffelturm. Während einige die Umgebung erkundeten, begaben sich andere -darunter auch ich- auf die Spitze des eisernen Riesen um dort den Sonnenuntergang direkt hinter der “Cité de la science” zu beobachten. Die gesamte Stadt erschloss sich dem Auge und ab und zu konnte man meinen, die Flugzeuge, die im unweit gelegenen “Aeroport Charles de Gaulle” starteten, seien mit einem selbst auf gleicher Höhe. Spät am Abend ging es dann zurück in’s Hotel zur ersten Nachtruhe in der französischen Stadt.
Nach dem entspannten Frühstück am nächsten Morgen ging es wieder auf zur Stadtrundfahrt. Dort lernten wir nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten, wie den “Louvre”, das “Hôtel de Ville” (=Rathaus), den “Place de la Concorde”, den Triumphbogen oder die Gärten von Paris kennen, sondern auch viele, weniger bekannte Orte und Treffpunkte für Promis wie das “Crazy Horse” oder die berühmte “Sorbonne” mit ihren Ruinen der römischen Bäder, in denen schon Menschen badeten, als Paris noch Lutetia, bzw. Lutèce hieß. Danach endete für uns die Stadtrundfahrt am “Jardin de Luxembourg”, dem Luxemburg-Garten und wir fuhren per Metro zur “Station Notre-Dame”.
Dort angekommen, erhielten wir wieder einen Freizeitraum von einigen Stunden, den viele unter anderem nutzten, um durch die heiligen Hallen der alten Dame zu laufen. Für viele, wie auch mich, verbleiben die schönen Erinnerungen an die schillernden Bleikristallfenster und den bewegenden Gottesdienst. Danach nahmen viele von uns unterschiedliche Wege und trafen nur wenig später vor den tausend Augen der “Notre-Dame” zusammen. Nach einer weiteren, kurzen Metrofahrt gelangten wir zum letzten, “geplanten” Ereignis für diesen Tag, dem “Musée Grevin”, einem spannenden Pendant zum berühmten “Mme. Tussauds”. Nach einer atemberaubenden “Zaubershow” konnte man einen Blick auf die Ebenbilder viele berühmter französischer, sowie internationaler Stars wie Ray Charles, Michael Jackson, Gérard Depardieu, Jean Reno oder auch Gérard Jugnot erhaschen. Nachdem viele von uns auf dem Schoß unserer Wachs-Lieblinge Platz genommen hatten und Fotos machen ließen, begaben wir uns zurück in das Hotel, um den Tag ausklingen zu lassen ….. fast zumindest. Für die Interessierten von uns gab es noch die Möglichkeit, eine Tour auf den “Butte de Montmartre” in das wohl malerischste Viertel der Stadt der Lichter zu unternehmen- nämlich direkt auf die Spitze zur “Basilique du Sacré-Cœur”. Abgesehen von dem Blick auf die Kirche selbst, hatte man von dort einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt. Selbst der Eiffelturm schien mit dem mit einem selbst auf gleicher Höhe zu sein. Kurz nachdem man die Kirche betreten hatte, wurde man von den sanften Klängen einer Zither und den Gesängen der Nonnen, die selbst komplett weiße Gewänder tragen, eingehüllt. Nur einen Augenblick, nachdem ich zum Lauschen Platz genommen hatte, erhoben sich die Betenden im gesamten vorderen Kirchenschiff und das sonore Summen der Betgemeinschaft strahlte inmitten dieser Metropole eine vollkommene Ruhe aus.
Nachdem wir die Kirche mit dem Gefühl, dass uns diese Ruhe wohl noch einige Zeit auf unserem Weg begleiten wird, verlassen hatten, ging es noch ein Stück weiter in das “Quartier du Tertre”, das wohl schönste Viertel der ganzen Stadt, das mit Malereien, Musik, feiner Küche (-Crêpes…..lecker!!!!-) und fantastischer Eiscreme lockte. Nachdem wir dieses Juwel von Paris genossen hatten, machten wir noch einen kleinen Abstecher an den “Place Pigalle”, von welchen aus wir einen kurzen Blick auf das wohl berühmteste Varieté der Stadt, das “Moulin Rouge” (=”rotes Tuch”) erhaschen konnten. Dann ging es aber schließlich auch für uns zurück in das Hotel zur vorerst letzten Nachtruhe in der Stadt der Liebe, Romantik und Baguettes :) .
Am nächsten Tag ging es mit gepackten Koffern zurück zum Reisebus. Der vor der Endstation Arnstadt stand noch ein interessantes Zwischenziel: Das Schloss “Fontainebleau”. Nachdem wir dort angekommen waren, gab es eine Führung durch das barocke Schloss, welches dereinst das Domizil des Könige Henry I., Franz I., Napoleon Bonaparte sowie anderer bedeutender Herrscher Frankreichs war. Von der Fülle der unterschiedlichen, pompösen Zimmer schon nahezu erdrückt, konnte man nach der Führung die Seele in den farbenfrohen Gärten des Schlosses, in welchen so manch exotische Pflanze wächst, baumeln lassen.  Sprachlos und überwältigt, machten wir und die Lehrer uns auf zum letzten Stück Weg nach Hause in das Heimatland, welches wir trotz dieser einmaligen Impressionen vom 28.06. bis zum 02.07.2011 doch etwas vermisst hatten.

Die Schüler

Dieses Projekt wird regelmäßig für die Schüler der Klassenstufe 9-11 angeboten, und so werden sich wohl noch viele kommende Jahrgänge “Bienvenue à Paris” denken.

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(P.S.: Eine französischsprachige Version dieses Artikels folgt demnächst ggf.)

Philipp Gelmroth

© 2011, Staatliches Gymnasium Arnstadt.

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Artikel erstellt: Montag, 29.August 2011, 22:04 Uhr• Kategorie: Artikel

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