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Gefälschte Geschichte?!

Vor mehr als 50 Jahren fanden sowohl in der ehemaligen DDR wie auch in Ungarn Aufstände statt, die die deutsche und auch die ungarische Geschichte bedeutend beeinflusst haben. Aufgrund dieser Ereignisse beschäftigten sich die Schüler der 11.Klasse aus dem Geschichtskurs mit erhöhtem Anforderungsniveau intensiver mit diesem Thema, in dem sie mit der Partnerschule, dem “István- Bocskai Gymnasium” in Hajdúböszörmény/ Ungarn, zusammenarbeiteten. Dank der Hilfe der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” und der Unterstützung von “Europeans for Peace” wurde dieses Projekt ermöglicht und auch finanziert.

In dem Zeitraum vom 22.11. – 28.11.2009 fand die erste Projektwoche statt, in der die ungarischen Schüler, die einen Deutsch-Leistungskurs besuchen, für eine Woche nach Arnstadt kamen und in Gastfamilien lebten. Mit Hilfe vieler Materialien erstellte jeder Schüler eine Collage zum Thema “17. Juni 1953″. In diesen Collagen wurden die Medienaussagen von West und Ost gegenübergestellt, um dadurch die unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen darzustellen. Neben dem Arbeiten am Thema blieb Zeit für gemeinsame Unternehmungen in Arnstadt und Umgebung. Nach dieser Woche und einer herzlichen Verabschiedung fuhren die ungarischen Schüler wieder zurück nach Hause, aber sie hielten stets den Kontakt zu uns aufrecht.
In der Zeit vom 07.02.- 14.02.2010 besuchten wir dann unsere ungarischen Freunde in Hajdúböszörmény. Zusammen erstellten wir Collagen über den “Ungarnaufstand 1956″ und lernten dadurch mehr über die Geschichte Ungarns. Im Kulturhaus von Hajdúböszörmény fand eine Ausstellung mit den Collagen statt, die die Schüler in den Projektwochen erstellt hatten, bei der selbst der Bürgermeister dieser Stadt anwesend war und die Ausstellung eröffnete. Am letzten Tag der Projektwoche besuchten alle Schüler Budapest, wobei wir mehr über die Geschichte der Stadt erfuhren und viele Sehenswürdigkeiten sehen konnten. Doch Highlight dieses Ausflugs war der Besuch des “House of Terrors”, in dem die Leidensgeschichte vieler Ungarn im 20. Jahrhundert anschaulich gezeigt und auch erzählt wurde.

Aber auch diese Woche ging viel zu schnell zu Ende und nachdem viele ungarische und deutsche Schüler Freunde geworden waren, fiel uns der Abschied umso schwerer. Jedoch hatten wir jeweils vom anderen Land vielmehr gelernt und waren mindestens um eine Erkenntnis reicher: Auch Menschen aus verschiedenen Ländern, mit unterschiedlicher Sprache und Kultur haben eine gemeinsame Geschichte, die sie als Freunde miteinander verbindet.

Jessica Teichmann, Luise Stephan, Katharina Galkin


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© 2010, Staatliches Gymnasium Arnstadt.

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Artikel erstellt: Montag, 22.Februar 2010, 20:09 Uhr• Kategorie: Artikel

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