Afrika im Deutschunterricht
Zwei spannende und interessante Deutschstunden zum Thema “Armut in Afrika” erlebten die Schüler/innen der Klasse 7a. Die Journalistin der TA, Elena Rauch, sprach über ihren Besuch in Sierra Leone.
Sie hatte dieses Land im vergangenen Herbst besucht, um die Leser der TA auf die dortigen Probleme aufmerksam zu machen und zu Spenden für Gesundheitsprogramme aufzurufen. Organisiert werden diese Programme durch UNICEF. Auch die Schüler der 7a hatten sich mit einer Spende von fast 200€ an der TA-Aktion beteiligt.
Das Geld konnten sie sammeln, als sie am 20.11.09 “Für einen Tag Straßenkinder” waren und damit auf die Verletzung von Kinderrechten in vielen Ländern der Welt hinwiesen. Sie verkauften aus selbst gebastelten Bauchläden Spielzeug und andere Gegenstände und boten ihre Dienste beim Autoscheiben reinigen an.
Nun erfuhren sie von Frau Rauch, wem ihre Spende helfen wird. Die Journalistin machte in eindrucksvoller Weise klar, wie wichtig die Spenden für die Menschen, besonders die Kinder, in Sierra Leone sind. So werden davon die so dringend notwendigen Moskitonetze gekauft, die die Kinder vor den die Malaria übertragenden Mücken schützen. Außerdem wird Impfstoff bezahlt oder der spezielle Brei für unterernährte Babys. Besonders hilfreich ist für die Landbevölkerung die Errichtung von Gesundheitszentren.
Betroffen machten die Schüler die Darstellungen von Frau Rauch zum Alltag der Kinder, welche kaum freie Zeit zum Spielen haben, da sie fest in die Pflichten der Familien eingebunden werden, z.B. müssen die Mädchen oft weite Wege gehen, um Wasser zu holen, auch das Sammeln von Holz für die Feuerstellen gehört dazu. Ein großes Problem sind auch die vielen Straßenkinder. Das Leben ist insgesamt sehr schwer, da es in den Dörfern keinen elektrischen Strom gibt und damit keinerlei Technik. Der einzige “Luxus” ist manchmal ein kleines Transistorradio. Die Schüler erfuhren, dass der jahrelange Bürgerkrieg und auch oft die fehlende Bildung Ursachen für die große Armut sind.
Die Journalistin wurde wohlwollend von den Menschen aufgenommen, weil sie froh waren, dass sich überhaupt jemand für ihre Sorgen interessiert und helfen will. Sie hätte während ihres Aufenthaltes in Sierra Leone auch keine Angst gehabt, erklärte sie auf eine Frage. Das dürfte man auch nicht, wenn man fremde Länder, insbesondere Krisenregionen, bereisen will. Die Schüler äußerten am Ende der Veranstaltung den Wunsch, mit einer Schulklasse aus diesem Land in Verbindung zu treten, um noch mehr zu erfahren. Da die Amtssprache Englisch ist, müsste es mit der Verständigung klappen.
Der Dank des Klassensprechers, Patrick Langbein, an Frau Rauch beendete die Veranstaltung.
Kommentar (22.02.2010 18:03Uhr) zum Artikel durch Dr. Berg-Schorn:
“Sierra Leone ist kein armes Land. Es gibt dort Diamanten und Gold. Der Bürgerkrieg ist 10 Jahre vorbei. Das Problem ist die hohe Arbeitslosenquote bei Jugendlichen, ähnlich wie in Deutschland. Außerdem sind Mädchen im Schulbesuch benachteiligt. Deshalb haben mein Mann und ich ein Patenkind in Freetown. Morgen fliegen wir wieder nach Freetown!
Alles Gute
Elisabeth und Lassite”
© 2010, Staatliches Gymnasium Arnstadt.
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Schlagwörter: Afrika, Deutsch, Krisenregion, UNICEF
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Artikel erstellt: Montag, 22.Februar 2010, 10:17 Uhr• Kategorie: Artikel |








